Sehr geehrte Damen und Herren,

 

wir hatten gehofft, Ihnen Folgendes nie mitteilen zu müssen: Corona hat seinen Weg zu uns gefunden.

 

Nach einer Rückverlegung eines Bewohners aus dem Krankenhaus wurde weder uns noch dem zuständigen Gesundheitsamt mitgeteilt, dass dieser gemeinsam mit einer Person in einem Zimmer lag, die mit Corona infiziert war. Aus dem Krankenhaus wurde er mit einem negativen PCR-Testergebnis entlassen.

Folglich hielten wir uns an unser Schutz- und Hygienekonzept "Rückkehr eines Bewohners aus dem Krankenhaus", das insbesondere einen umgehenden Schnelltest (negatives Ergebnis), das Tragen von FFP2-Maske (was mittlerweile Standard bei uns ist) und Schutzhandschuhen sowie erhöhte Hygienemaßnahmen umfasst. Für den Fall der "Kontaktperson Kategorie 1" hätten wir ein anderes Schutz- und Hygienekonzept verfolgt, das noch umfangreichere Maßnahmen in Form einer vollständigen Anwendung unserer protektiven Pflege- und Betreuungsmaßnahmen beinhaltet. Darunter fallen zusätzlich zu den o.g. Maßnahmen auch die Isolation des Bewohners im Einzelzimmer und ausschließlich Vollschutz (Schutzbrille, Schutzvisier, Schutzmantel, ..) in der Pflege und Betreuung.

 

Leider haben unsere Maßnahmen aufgrund der uns nicht mitgeteilten Situation nicht ausgereicht und eins führte zum anderen: Eine Mitarbeiterin, die besagten Bewohner pflegte, steckte sich trotz Schutzmaßnahmen an und trug das Virus dann an andere Bewohner, die sie pflegte, weiter. Diese Bewohner aßen mit anderen zu Mittag oder befanden sich auf dem gleichen Zimmer und steckten sich wiederum an. Währenddessen wurde auch der Bewohner, der aus dem Krankenhaus kam, aufgrund eines schlechten Allgemeinzustands wieder ins Krankenhaus zurückverlegt und anschließend per PCR-Test positiv getestet.

 

Daraufhin haben wir sofort damit begonnen, alle unsere Bewohner und Mitarbeiter täglich per Schnelltest zu testen. Wir mussten leider feststellen, dass mehrere Bewohner und Mitarbeiter positiv sind. Die meisten sind glücklicherweise momentan symptomfrei oder haben nur leichte Symptome.

 

Am Montag, den 28.12.2020, wurde dann ein PCR-Test bei einer Reihentestung durchgeführt. Diese Reihentestung bestätigt die Ergebnisse unserer Schnelltests.

 

Verärgert und entsetzt trifft hier nicht ansatzweise unsere Stimmung. Auch wenn wir verstehen, dass vor allem zum Jahresende allen Beteiligten noch einmal alles abverlangt wird, kann und darf es nicht passieren, dass wir eine derartige relevante Information (Bewohner aus dem Krankenhaus ist Kontaktperson Kategorie 1) nicht erhalten haben.

Neben der Infektion sind auch alle anderen Bewohner und Mitarbeiter die Leidtragenden, da sie zusätzlich zu all den verschärften Auflagen und dem Stress nun auch für die eigentlich am 28.12.2020 vorgesehene Impfung vom Impfzentrum gestrichen werden mussten.

 

Wir hoffen bei unseren Bewohnern und Mitarbeitern auf eine schnelle Genesung und bedanken uns an dieser Stelle vor allem bei den Pflegekräften, die trotz des immer gegebenen Ansteckungsrisikos ihren Pflichten weit über das erwartbare Maß nachgehen und unter erhöhten Schutzmaßnahmen zum Dienst antreten.

Ebenfalls möchten wir den Angehörigen und Betreuern für Ihr Verständnis danken, dass aus den genannten Gründen keine Besuche in unserer Einrichtung stattfinden können.

 

Dr. Markus Brückel 

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir sind heute, Donnerstag 17.12.2020, dazu aufgefordert worden, die für die Impfung notwendigen Unterlagen mit Unterschriften einzuholen.

 

Mit dem heutigen Tag, 24.12.2020, hat uns das Gesundheitsministerium neue Formulare zukommen lassen, die die alten ersetzen.  Eine Impfung ist ohne die ausgefüllten neuen Formulare NICHT möglich.

 

Die Impfung wird in Kürze anstehen, ohne Vorlage der ausgefüllten Unterlagen kann diese aber nicht stattfinden.

Bitte senden Sie uns umgehend folgende Formulare unterschrieben zu, dies geht sowohl postalisch als auch über Briefkasteneinwurf:

 

Aufklärungsmerkblatt: Informationen und Aufklärung zur Impfung, bitte füllen Sie es aus und unterschreiben Sie auf Seite 2.
Anamnese + Einwilligung: Die Anamnese wird direkt vor der Impfung mit dem aktuellen Gesundheitszustand von uns ausgefüllt, bitte füllen Sie die Einwilligung nur mit dem Namen der zu impfenden Person und Ihrem Namen (Seite 1) und mit Ihrer Unterschrift (Seite 2) aus und unterschreiben Sie.

 

Das vorher veröffentlichte Formular zur Impfeinwilligung ist nach wie vor gültig. Hierfür müssen keine neuen Formulare ausgefüllt werden.

 

Eine Aufklärung über die Impfung können und dürfen wir nicht selbstständig vornehmen, bestehen noch Fragen nach Lesen des Aufklärungsmerkblatts wenden Sie sich bitte an einen Arzt Ihres Vertrauens.

 

Dr. Markus Brückel

Sehr geehrte Damen und Herren,

zum Jahresende verursacht uns Corona mehr Stress denn je: Die Auflagen vom Bayerischen Staatsministerium werden immer umfangreicher, die Belastungsgrenze immer niedriger und zwischen all dem versuchen wir dennoch ein freundliches und vor allem verantwortungsbewusstes Miteinander aufrecht zu erhalten.

Was genau steht uns und Ihnen also noch bereits dieses Jahr, was nächstes Jahr bevor?

Für Sie als Besucher ist in der 10. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung festgelegt, dass jeder Bewohner nur täglich von höchstens einer Person besucht werden darf, die über ein schriftliches oder elektronisches negatives Testergebnis in Bezug auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 verfügt und dieses nachweisen muss. Die dem Testergebnis zu Grunde liegende Testung mittels eines POC-Antigen-Schnelltests darf höchstens 48 Stunden und mittels eines PCR-Tests darf höchstens drei Tage vor dem Besuch vorgenommen worden sein.

Für die Tage nach Weihnachten (25. bis 27. Dezember) gibt es nun laut der 11. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung eine geänderte Test- und Nachweispflicht für Besucher. Diese beträgt bei einem POC-Antigen-Schnelltest höchstens 72 Stunden und bei einem PCR-Test höchstens 4 Tage vor dem Besuch. Außerhalb dieser Tage ist die Gültigkeit der Test wie gewohnt 48 Stunden (POC) und drei Tage (PCR).

Beide Tests (PCR und PoC) müssen die vom Paul-Ehrlich-Institut in Abstimmung mit dem Robert-Koch-Institut festgelegten Mindestkriterien erfüllen. Eine Überprüfung, ob diese Mindestkriterien eingehalten sind, können und dürfen wir nicht durchführen. Deshalb können wir nur Nachweise von Tests, die von einer anerkannten Teststation, einem Gesundheitsamt, einem zugelassen Arzt, … akzeptieren. Selbst vorgenommene Tests oder Tests von einem Ambulanten Dienst oder ähnl. können wir aus den geschilderten Gründen und zu unserem eigenen Schutz nicht akzeptieren.

Hierbei handelt es sich nicht um eine Auflage unsererseits, sondern von höchster Stelle. Verstoßen wir dagegen, machen wir uns strafbar und können mit einem hohem Bußgeld rechnen.

Weiter ist in der 10. Bayerischen Infektionsschutzverordnung für uns als Pflegeheim festgelegt:

Das Personal unterliegt der Beobachtung durch die zuständige Kreisverwaltungsbehörde und hat sich regelmäßig, mindestens an zwei verschiedenen Tagen pro Woche, in der der Beschäftigte zum Dienst eingeteilt ist, einer Testung in Bezug auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 zu unterziehen und das Ergebnis  auf Verlangen der Leitung der Einrichtung und der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde oder einer von ihr beauftragten Stelle vorzulegen; die Einrichtungen sollen die erforderlichen Testungen organisieren; …

Wir möchten Ihnen das an einem Rechenbeispiel verdeutlichen, schließlich sind Zahlen oft aussagekräftiger als Worte:

Jede Woche müssen wir jeden Mitarbeiter mindestens zweimal testen. Die Vorbereitung, Durchführung, Nachbereitung und die gesetzlich geforderte Dokumentation eines Testes dauert ca. dreißig Minuten pro getestete Person. Bei 52 Mitarbeitern bedeutet dies, dass wir pro Woche 52 Stunden unsere Mitarbeiter testen (52 Mitarbeiter zweimaliges Testen in der Woche a‘ 30 Minuten), wenn wir gerade die Mindestvorgaben mit zweimal wöchentlich testen erfüllen. 52 Stunden zu testen bedeutet, dass 1,35 Pflegefachkräfte die ganze Woche nichts anderes machen als testen (52 Stunden durch 38,50 Stunden Arbeitszeit pro Woche). 

Darüber hinaus müssen wir noch regelmäßig die Bewohner testen. Hier muss man in der Regel aufgrund Demenz oder der Schwere der Pflegebedürftigkeit mit mehr als 30 Minuten pro Bewohner rechnen. Also wieder Pflegefachkräfte, die für die Pflege und Betreuung der Bewohner nicht zur Verfügung stehen.

Vor diesen verschärften Auflagen haben wir auf freiwilliger Basis die Möglichkeit zur Testung vor Ort angeboten. Wie Sie nun aber sehen, haben wir keine Kapazitäten mehr, um die Besucher weiterhin testen zu lassen. Unsere ohnehin schon knapp bemessenen Ressourcen in Form von Schnelltests wollen wir zuallererst zum Wohle unserer Bewohner und Mitarbeiter einsetzen. Zusätzlich zur sowieso schon sehr hohen Beanspruchung würde ein Testen von Besuchern zu Lasten der Pflege und Betreuung der Bewohner gehen und das können wir für uns nicht vereinbaren. Unsere Mitarbeiter arbeiten schon seit Monaten über dem zumutbaren Limit.

Wir bitten Sie deswegen ausdrücklich darum, den Test, wie es in der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung festgelegt ist, selbst zu organisieren. Nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt Schweinfurt wurde uns mitgeteilt, dass sich die Besucher in der Regel bei der Teststation Schweinfurt anmelden und dort getestet werden.

Zu Weihnachten stehen bei uns dann noch umfangreiche Vorbereitungen für die Impfungen an. Neben den täglich zu bewältigenden Anforderungen stehen uns Arbeiten in Form von der Erarbeitung einer Impfstrategie, Planung der Impfungen und dem Einholen von Einwilligungen bevor, die für jeden einzelnen Bewohner und Mitarbeiter ausgeführt werden müssen. Da noch nicht genau absehbar ist, wann genau der Impfstoff verfügbar ist, gilt hier: Je schneller, desto besser.

Die Schließung unserer Einrichtung oder Beschränkung der Termine für Besucher, wie einige andere es im Landkreis tun, möchten wir dennoch nicht verfolgen. Wollen wir aber weiterhin Besucher im jetzigen Umfang zulassen, ist Ihre Mithilfe unumgänglich. Ich kann hier nur für unsere Einrichtung sprechen: „Wir unternehmen alles, um den Bewohner und Mitarbeiter höchstmöglich vor Schaden zu schützen!“. Das geht aber nur, wenn wir auf Ihre Kooperation zählen können.

Wir versuchen unser Möglichstes, um all den Anforderungen, von denen Sie nur in einen kleinen Teil Einblick hatten, gerecht zu werden und gleichzeitig Mensch zu bleiben. Lassen Sie uns nicht vergessen, dass wir alle an einem Strang ziehen: Gemeinsam gegen Corona und für den Schutz Ihrer Liebsten.


Bleiben Sie gesund und vielen Dank für Ihr Verständnis!


Dr. Markus Brückel

Sehr geehrte Damen und Herren,


durch die 10. Bayerische Infektionsmaßnahmenschutzverordnung und den am heutigen Sonntag, 13.12.2020, beschlossenen bundesweiten Shutdown ab Mittwoch, 16.12.2020, sehen wir uns als Pflegeeinrichtung nun mit einem deutlich vermehrten Testgeschehen konfrontiert. 


Das bedeutet, dass wir verpflichtend unsere Mitarbeiter mindestens zweimal wöchentlich sowie unsere Bewohner regelmäßig auf COVID-19 testen müssen. Durch den erhöhten sachlichen sowie personellen Aufwand ist es uns leider nicht mehr möglich, die vorher von uns auf freiwilliger Basis angebotenen Tests für Besucher weiterhin zur Verfügung zu stellen.


Der Gesetzgeber hat mit der o.g. Verordnung angewiesen, dass jeder Bewohner höchstens einen Besucher empfangen darf und als Besucher nur zugelassen wird, wer einen aktuellen negativen Coronatest nachweisen kann („Testpflicht der Besucher“). Der schriftliche Nachweis eines negativen Coronatest ist uns vor dem Besuch im Original auszuhändigen. Die Tests müssen den aktuellen Anforderungen des Robert-Koch-Institutes entsprechen.


Die dem Testergebnis zu Grunde liegende Testung mittels eines POC-Antigen-Schnelltests darf höchstens 48 Stunden und mittels eines PCR-Tests darf höchstens drei Tage vor dem Besuch vorgenommen worden sein.


Vielen Dank für Ihr Verständnis. Bleiben Sie gesund!


Dr. Markus Brückel


Der Freistaat Bayern hat am gestrigen Sonntag, 06.12.2020, weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie beschlossen. Neben einer landesweiten Ausgangsbeschränkung und anderen Regelungen wurden auch die Maßnahmen für Pflegeheime verschärft.


Dazu gehört nach wie vor die Maßgabe, dass jeder Bewohner höchstens einen Besucher empfangen darf. Zusätzlich dürfen Besucher ab sofort nur noch die Einrichtung betreten, wenn sie einen aktuellen negativen Coronatest nachweisen können und für die Dauer ihres Besuches auf dem ganzen Gelände eine FFP2-Maske tragen.


Diese Maßnahmen sind ab Mittwoch, 09.12.2020, gültig.

 

Dr. Markus Brückel

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Angehörige,


wir haben uns schon sehr früh bemüht, Schnelltests für unsere Einrichtung zu beschaffen und unsere Pflegefachkräfte durch die Oberlandpraxis in Stadtlauringen unterweisen lassen.
Seit vergangener Woche verfügen wir über Schnelltests, die erst einmal für 30 Tage ausreichend sind, um alle unserer Bewohner und Mitarbeiter mehrmals in diesem Zeitraum zu testen. Unsere Pflegefachkräfte sind bereits mehrheitlich im Umgang mit den Schnelltest von der Oberlandpraxis Stadtlauringen unterwiesen.


Diese Schnelltests sind eine große Hilfe beim Ausschluss von etwaigen Corona-Erkrankungen, wenn ein Bewohner oder Mitarbeiter Erkältungssymptome zeigen sollte. In nur 15 Minuten nach der Probenentnahme hat man das Ergebnis vorliegen und kann, schlimmstenfalls, entsprechende Maßnahmen ergreifen.


Damit einher gehen neben erheblichen Sach- und Personalkosten auch zusätzliche hygienische Maßnahmen und ein erhöhter Dokumentationsaufwand, da wir jeden erfolgten Test dokumentieren und den Grund und das Ergebnis der Testung wöchentlich ans Gesundheitsamt Schweinfurt senden müssen. Allerdings nehmen wir zum Schutz unserer Bewohner und Mitarbeiter diesen Mehraufwand gerne in Kauf!


Seien Sie sich sicher, dass wir weiterhin unser Bestes geben, um Corona von unserer Einrichtung fernzuhalten.

 

Dr. Markus Brückel